Was Sie hier finden, und was nicht
Diese Seiten erklären. Sie beschreiben den allgemeinen Stand von Technik und Regelwerk, mit Nummer, Ausgabestand und Quellenverzeichnis, damit Sie jede Angabe nachschlagen und uns widersprechen können.
Sie beraten nicht. Welches Produkt an Ihrer Maschine, in Ihrem Ansetzwasser und in Ihrer Fertigungskette das richtige ist, entscheidet sich an Prozessdaten und an einer Probe. Diesen Schritt macht die Anwendungstechnik mit Ihnen, nicht ein Text.
Und sie sind keine Werbeflächen. Auf jeder der vier Seiten steht der Produktbezug am Ende des Fachteils, nennt die Produktfamilie und sagt, wofür sie gemacht ist. Der Fachteil davor muss auch ohne unsere Produkte richtig und nützlich sein.
Die vier Themen
Jeder Beitrag steht für sich und lässt sich in einem Zug lesen oder als Nachschlagewerk benutzen. Wenn Sie wissen, wonach Sie suchen, gehen Sie direkt hinein. Wenn nicht, hilft der Abschnitt darunter: Er ist nach Fragen sortiert und nicht nach Produkten.
Metallbearbeitung
Wasser kühlt, Öl und Additive schmieren. Jede Emulsion ist deshalb ein Kompromiss, den man einstellt und nicht einmalig auswählt. Über Standzeit, Maßhaltigkeit und Hautbelastung entscheiden vier messbare Größen: Gebrauchskonzentration, pH-Wert, Nitritgehalt und Fremdöleintrag. Der Beitrag räumt außerdem mit drei verbreiteten Sätzen auf, die falsch oder unvollständig sind.
Mit vollständigem Prüf- und Überwachungsplan nach TRGS 611 und dem Muster-Prüfplan der DGUV Regel 109-003, dazu ein Entscheidungsweg: welcher Befund welche Maßnahme auslöst.
Zum Beitrag →
Vollsynthetische KSS
„Vollsynthetisch“ ist ein Marktbegriff, kein Normbegriff: Das Konzentrat ergibt mit Wasser eine Lösung statt einer Öl-in-Wasser-Emulsion, und geschmiert wird über polare Additive statt über Öltröpfchen. Damit ändern sich Sicht ins Bad, Schaum- und Rückstandsbild, der Umgang mit Fremdöl und die Lastgrenze. Wie stark, entscheidet nicht die Klasse, sondern das Additivpaket, das Ansetzwasser und die Anlage.
Mit Verträglichkeitsplan für die Umstellung: sieben Prüfpunkte, die aus Anlage, Labor und Lieferantenangaben kommen, bevor umgestellt wird.
Zum Beitrag →
Korrosionsschutz
Korrosion nach der Bearbeitung ist kein Materialfehler, sondern eine elektrochemische Reaktion aus blankem Metall, Sauerstoff und einem dünnen Elektrolytfilm aus kondensierter Luftfeuchte. Über den Erfolg entscheidet deshalb die ganze Kette aus Restwasser, Auftragsverfahren, Verpackung und Transportweg, nicht das Schutzmittel allein. Und eine Schutzdauer ohne Bedingung ist keine Angabe.
Mit fünfteiligem Qualifizierungsplan für den Schutzzeitraum und der Einordnung von Lagersituationen über die Korrosivitätskategorien C1 bis CX nach DIN EN ISO 9223.
Zum Beitrag →
Trennmittel
Ein Trennmittel trennt nicht, weil es fettet, sondern weil es zwischen Form und Formteil eine Schicht legt, die schwächer ist als beide Seiten und beim Entformen zuerst versagt. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet fast nie die Frage „welches Produkt“, sondern ob dieser Film geschlossen, dünn und gleichmäßig ist und vor dem Befüllen abgelüftet hat. Für Beton, Keramik und Ziegel sind das drei verschiedene technische Aufgaben mit demselben Namen.
Mit Fehlerbildschema: welches Bild auf Überauftrag, Unterdosierung oder Anbackung zeigt, und in welcher Reihenfolge geprüft wird.
Zum Beitrag →
Wo fange ich an?
Sortiert nach der Frage, nicht nach dem Produkt. Sechs Einstiege, wie sie in der Halle tatsächlich gestellt werden, jeweils mit dem Ziel, an dem die Antwort steht.
Warum kippt unsere Emulsion immer wieder?
Weil ein wassergemischtes Bad lebt und weil vier Größen darüber entscheiden, wie lange es trägt: Gebrauchskonzentration, pH-Wert, Nitritgehalt und Fremdöleintrag. Fremdöl ist dabei der Hauptschädiger und nicht die Nebensache, für die es meist gehalten wird. Der Beitrag führt jede Größe einzeln mit Intervall und Handlungsschwelle und sagt am Ende, wann nachdosiert, teilgewechselt, komplett gewechselt oder das System gereinigt wird.
Metallbearbeitung: Prüf- und Überwachungsplan →
Wir messen Nitrit. Ab welchem Wert müssen wir handeln?
Die verbreitete Kurzfassung „20 Milligramm pro Liter sind der Grenzwert“ ist unvollständig. TRGS 611 in der Ausgabe von Mai 2007 kennt vier Stufen mit unterschiedlichen Folgen, und der Muster-Prüfplan der DGUV Regel 109-003 sagt dazu, in welchem Takt geprüft wird. Beides steht auf der Seite als Tabelle, zusammen mit dem, was Nitrit im Bad überhaupt bedeutet.
Metallbearbeitung: Nitrit und Nitrosamine →
Wir wollen auf ein mineralölfreies Bad umstellen. Was ist vorher zu klären?
Sieben Punkte, deren Antworten aus der Anlage, dem Labor und vom Lieferanten kommen und nicht aus einer Produktbezeichnung. Dazu gehört die Einsicht, dass eine Umstellung in erster Linie ein Reinigungsvorgang ist, und ein Satz Kriterien, nach denen Sie die ersten Wochen freigeben. Wichtig auch: „mineralölfrei“ ist eine Aussage über die Zusammensetzung und keine Freistellung von TRGS 611, Hautschutz und Dokumentation.
Vollsynthetische KSS: Verträglichkeitsplan und Umstellung →
Unsere Teile gehen im Container über See. Wie lange trägt die Konservierung?
Ohne Bedingung lässt sich das nicht beantworten. Dieselbe Konservierung, die im klimatisierten Innenlager ein Jahr trägt, kann im Seecontainer über den Äquator in wenigen Wochen versagen. Stunden aus dem Salzsprühtest sind ein Rangfolgewert im Labor und keine Lagerzeit im Werk. Der Beitrag zeigt stattdessen, wie ein Schutzzeitraum in fünf Schritten qualifiziert wird, ordnet Lagersituationen über die Korrosivitätskategorien C1 bis CX nach DIN EN ISO 9223 ein und behandelt die Seefracht als eigene, getrennt zu spezifizierende Aussage.
Korrosionsschutz: Schutzdauer qualifizieren →
Der Schutzfilm muss vor dem Lackieren oder Kleben wieder herunter.
Dann gehören Filmtyp und Folgeprozess zusammen gedacht, und zwar bevor konserviert wird. Der teuerste Fehler in dieser Kette ist ein Film, der nicht sicher herunterkommt, denn er wird erst weit hinten im Prozess sichtbar, wenn die Wertschöpfung schon im Teil steckt. Der Beitrag beschreibt außerdem den umgekehrten Fall: eine Schicht, die Feuchtigkeit einschließt, statt sie fernzuhalten.
Korrosionsschutz: Filmtyp und Folgeprozess →
Wir haben Poren und Flecken an der Sichtbetonoberfläche.
In den meisten Fällen liegt zu viel Trennmittel auf der Form und nicht zu wenig. Überschuss erzeugt genau die Poren, Flecken und Absandungen, die man mit ihm verhindern wollte. Das Fehlerbildschema auf der Trennmittelseite ordnet das Bild einer Richtung zu und nennt die Reihenfolge, in der wir prüfen würden.
Trennmittel: Fehlerbildschema →
Filme zu den Themen
Achtzehn kurze Filme gehören zu diesem Bereich. Wo einer zu einem Abschnitt passt, steht er dort im Beitrag; alle zusammen liegen in der Mediathek. Die Erklärreihe Inside the Cut nimmt sich je Folge eine Frage aus der Zerspanung vor, etwa was an der Kontaktzone geschieht oder was Verschleißbilder über den Prozess verraten. Die Kategoriefilme fassen ein Sortiment in dreißig Sekunden zusammen.
Zwei Hinweise, damit Sie wissen, worauf Sie klicken. Erstens sind die Filme englisch vertont; für einen Teil liegen englische Untertitel vor. Unter den Filmen auf den vier Seiten steht jeweils eine Textfassung, damit der Inhalt auch ohne Ton zugänglich ist. Zweitens trägt jeder Film seinen KI-Hinweis sichtbar mit: siebzehn der achtzehn enthalten KI-generierte Bildsimulationen, einer besteht aus realen Werksaufnahmen, die mit KI-Werkzeugen bearbeitet und ergänzt wurden.
Zu diesen Seiten
Stand: 09. August 2026. Herausgeber: Voitländer-International GmbH, Kronach.
Zur Quellenlage: Jeder der vier Beiträge führt am Ende ein nummeriertes Quellenverzeichnis mit Ausgabestand und Zugriffsdatum, und jeder Abschnitt trägt eine Belegzeile, die sagt, worauf er fußt. Die Ausgabestände der zitierten Regelwerke wurden am 09.08.2026 geprüft. Regelwerk altert jedoch: Wenn Sie eine Angabe für eine Entscheidung brauchen, prüfen Sie den Ausgabestand am Tag der Entscheidung nach. Wo eine Aussage je nach Bedingung schwankt, steht die Bedingung im Text; wo etwas strittig oder unbelegt ist, steht es nicht auf der Seite.
Kein Ersatz für die Gefährdungsbeurteilung.
Diese Seiten beschreiben den allgemeinen Stand von Technik und Regelwerk. Sie ersetzen weder die Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV und TRGS 400 noch die Betriebsanweisung, die Unterweisung oder eine produktbezogene Freigabe. Verbindlich sind für jedes Produkt das aktuelle Sicherheitsdatenblatt und das technische Merkblatt sowie die im Betrieb geltenden Festlegungen. Die Verantwortung für Auswahl, Einsatzbedingungen, Überwachung und Dokumentation liegt beim Arbeitgeber.
Nächster Schritt
Ihr Fall gehört angesehen, nicht abgeleitet
Prozess, Werkstoff, Ansetzwasser, Anlage und Folgeprozess ergeben zusammen die Empfehlung. Schicken Sie uns Ihre Prozessdaten oder buchen Sie einen Termin. Sie hören von uns auch dann eine klare Antwort, wenn unsere Produkte für Ihren Fall nicht die richtigen sind.